EMDR5. EMDR zur Stabilisierung |
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Seit einiger Zeit benutzen wir EMDR um am Ende der Therapiestunde wieder so stabil zu werden, dass ich den Alltag gut meistern kann. Es hat eine lange Vorbereitung gebraucht, um heraus zu finden auf welche Weise EMDR bei mir eingesetzt werden kann. Meine Therapeutin hat mir erstmal die Theorie erklärt, trotzdem blieb eine gewisse Skepzis bei mir. Meine Grundangst war, es könnte irgendwas ausgelöst werden, was ich nicht wollte und auch dass sie EMDR benutzen würde, um mich zu beeinflussen. Nachdem diese Ängste zum größten Teil aufgehoben waren, durch Gespräche aber auch durch vorsichtiges Ausprobieren, haben wir uns daran gemacht das "ideale Setting" zu finden. Wir haben fünf Anläufe gebraucht um heraus zu finden, dass wir einen großen Abstand von einander einhalten müssen und wie schnell die Fingerbewegung sein können. Weiterhin war es auch sehr wichtig das genaue Maß festzulegen wie viele Fingerbewegungen in Folge noch in Ordnung sind und wann es zu viel wird. Nachdem wir das alles festgelegt hatten und auch alle auftretenden Schwierigkeiten berücksichtigt waren, brauchte ich also noch ein positives Bild an das ich während des EMDR denken sollte. Ich habe mir dafür eine Situation aus meiner Kindheit ausgesucht, bei der ich genau wußte, dass ich mich in ihr immer sehr wohl und geborgen gefühlt habe. Nachdem auch das geklärt war haben wir also EMDR gemacht um zu stabilisieren. Als sehr positiver Nebeneffekt ist für mich ist dabei herausgekommen, dass ich die Gefühle die mit meinem Bild zusammenhängen, immer sehr lange Zeit behalten kann. Ich also nicht nur nach einer anstrengenden oder schweren Therapiesitzung stabiler bin, sondern dieses positive Gefühl sich so sehr gefestigt hat, dass ich den Alltag auch viel besser schaffe und ich z.B. nicht mehr so anfällig für Trigger bin. Mittlerweile sind meine Therapeutin und ich dazu übergegangen EMDR am Ende jeder Stunde zu machen und mir dadurch ein besseres Leben zu ermöglichen. Inzwischen klappt das EMDR so gut, dass ich die Erlaubnis meiner Therapeutin habe, es in akuten Krisensituationen selbst anzuwenden, immer unter der Voraussetzung, nur an dieses positives Bild zu denken. Insgesamt bin ich sehr von EMDR überzeugt. Meine anfänglichen Ängste sind vollständig ausgeräumt und ich freue mich mitlerweile auf die EMDR-Übung. Auch wenn ich grade sagte, dass ich EMDR selbstständig anwende, möchte ich davor warnen es ohne professionelle Anleitung auszuprobieren. In der ersten Ausprobierphase bin ich durch das EMDR mal in etwas hingeschlittert ausdem ich nur sehr mühsam und mit Hilfe meiner Therapeutin wieder heraus gekommen bin. EMDR ist also nicht zu unterschätzen. Aber als unterstützende Methode sehr sehr hilfreich. (Seerosen) |
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Zuletzt aktualisiert am
17.04.2003